Das Erstaunliche war, dass die Gruppe sich
auf die Methodik einließ, die ohne Zweifel auch gute Ergebnisse zeitigte.
"Der Text legt sich selber aus."
Allerdings zeigten sich auch unsere Grenzen:
Wie verhalten sich die Ergebnisse der Archäologie, Geografie und
Kulturwissenschaften zu den Texten der Urgeschichte?
Rabbiner Balog zitierte seinen Lehrer aus Israel: "I don't care about
reality."
Aber diese Sicht der Welt wollten die Wenigsten teilen.
Viele Fragen blieben offen, vor allem,
weil nicht gleich christliche, neutestamentliche Fragestellungen
parallelisiert und eingebracht werden konnten.
In einer zusätzlichen Auswertungsrunde wurden weitere Schritte vereinbart:
Der Besuch eines Schabbatgottesdienstes mit vorausgehender Einführung in das
jüdische Beten.
Vorträge über den jüdischen Festkalender und Einzelthemen wie Versöhnung und
Gerechtigkeit.
Die Toralernwoche war durchaus gelungen,
was die Unbefangenheit und Fröhlichkeit der Lernatmosphäre anging. Zur
gleichzeitigen Diskussion christlicher Sichtweisen ist es aber noch ein
weiter Weg. Die ersten Schritte sind getan!
Günther Kempka