Ideen Israelsonntag


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Die Gestaltung des Israelsonntags muss sich von anderen Sonntage erlebbar unterscheiden.
Lediglich den vorgegebenen Predigttext auszulegen, ist entschieden zu wenig. Die enge Verbindung zwischen Kirche und Israel / Judentum muss liebevoll spürbar, anschaubar werden.

Gestaltung der Liturgie:
Ich verwende einen eigens hergestellten Liturgiezettel (DIN A4 quer) mit einer anderen Liturgie:
- Das trinitarische Votum wird differenziert ersetzt.
- Gebete - auch aus der jüdischen Tradition  - werden gesprochen. (Ich sehe darin keine "Enteignung", wir beten zu dem gleichen Gott.) Die Gebete müssen allerdings kenntlich gemacht werden.
- Statt dem "Ehr sei dem Vater..." lasse ich singen "Allein Gott in der Höh sei Ehr". (M.E. ist das Bekenntnis zu dem Einen Gott kein Widerspruch zu dem Dreieinen Gott.)
- Fester Bestandteil ist der Lobpreis mit dem Setzen der Lichter (vgl. Israelsonntag.htm)
- Selbstverständlich gehört ein Lied auf Hebräisch zum festen Bestandteil.
- Ich möchte Mut machen, auch vom Predigtext abzuweichen, ein Thema hervorzuheben, oder sich nur auf einen einzigen Bibelvers zu beschränken.
- Die Schriftlesung wird je nach Thema zusammengestellt und verdient eine ausführliche Einleitung.
- Anstelle des Psalms wird die
Israel-Meditation gebetet.

Nach dem Gottesdienst wird die Gemeinde zu einem Ständerling eingeladen. Wein und Likör aus Israel werden kredenzt, ebenfalls Gebäck aus Israel. (Bezugsadresse z.B. Aviv, Hanauer Landstr. 150, 6000 Frankfurt 1, Liste im Internet unter http://www.aviv.de/, pro Weinflasche ca 4 - 5 Euro, zuzügl. Versand; auch Doronia u.a.)
Belebend wird es, wenn die Kinder der Kinderkirche hinzukommen und die restlichen Kekse vertilgen können.

Auf einem Tisch liegt neue Literatur zu jüdisch, christlich - jüdischen Themen aus der Pfarrerbibliothek. Manche Titel laden direkt zum Gespräch ein.
Oder ich stelle eine kleine Ausstellung mit Bildern und Zeitungsausschnitten zu einem aktuellen Thema zusammen. (Quellen u.a. Allgemeine jüdische Wochenzeitung,
www.juedische-allgemeine.de/ Düsseldorf, Artikel aus der Zeit, längerfristige Planung nötig)
Je nach Thema Gegenstände des jüdischen Lebens oder der Liturgie.

Weitere Ideen:
- Gottesdienst mit Kinderkirche zusammen feiern. Eines der Fest als Thema nehmen, kindgemäß erklären, darbieten. Die übrige Gemeinde wird ganz Ohr sein! Kinder singen unbefangen die jüdischen Texte wie Hinei ma tov, Schalom chaverim...
- Aus den zahlreichen jüdischen Midraschim und Legenden erzählen. Sie sind manchmal wunderbare "Aufhänger".
- Gegenstände des Kirchengebäudes an ihren jüdischen Ursprüngen festmachen und erklären. (Bibel vorn auf dem Altar // Thoraschrein; Glasfenster; Gesangbuch // Siddur; Kollekte // kein Geld am Schabbat tragen usw.

Auf den folgenden Seiten finden sich Predigten, die in der Vergangenheit von mit gehalten worden sind.
Inzwischen hat sich allerdings die Perikopenordnung geändert.

       
  Perikope Alte Reihe Neue Reihe
  Reihe I Lukas 19, 41-48 Lukas 19,41-48 (od. Markus 12,28-34)
  Reihe II Römer 11, 25-32 Römer 9,1-8.14-16
  Reihe III Johannes 2, 13-22 2. Mose 19,1-6
  Reihe IV Römer 9, 1-5.31-10,4 Jesaja 62,6-12 (od. Sirach 36,13-19)
  Reihe V Jeremia 7,1-11 Johannes 4,19-26
  Reihe VI 2. Könige 25,8-12 Römer 11,25-32
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Stand 22.07.2005