Stand 06.06.2005

Israel-Meditation

 

  In der Liturgie am Israelsonntag kann man anstelle der Psalmliturgie folgende Israel-Meditation verwenden:
 

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Pfr.: Juden und Christen vergewissern sich in ihren Gottesdiensten der unwandelbaren Treue ihres Gottes. In der folgenden Meditation bedenken wir den Weg, den Gott mit Israel geht, und in den wir durch Jesus Christus hineingenommen werden.

(Wir bleiben dazu sitzen.)

Einer: Mit Israel preisen wir Gott für seinen Weg mit den Vätern und Müttern.
Er hat Abraham berufen und seinen Bund mit ihm geschlossen.
Er hat ihm und Sara und ihren Nachkommen die Treue gehalten.
Er hat ihnen Zukunft eröffnet getreu seiner Verheißung:
In dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.

Alle:
Wir loben Dich, Herr, und danken dir, dass du uns teilgibst am Reichtum deines Volkes Israel.

Einer: Mit Israel preisen wir Gott für seinen Weg mit Mose.
Er hat Mose berufen und beauftragt, Israel aus der Knechtschaft ins verheißne Land zu führen. Durch Mose hat er am Sinai seinem Volk die Thora gegeben und es in seinen Bund genommen.
Vierzig Jahre lang hat Mose danach das Volk Israel in der Wüste geführt und mit ihm zusammen Gottes Bewahrung erlebt.

Alle:
Wir loben Dich, Herr, und danken dir, dass du uns teilgibst am Reichtum deines Volkes Israel.

Einer: Mit Israel preisen wir Gott für seinen Wege mit den Königen:
Mit Saul, dem ersten König Israels, mit David, dem Sänger der Psalmen, mit Salomo, der den Tempel baute.
Sie wurden gesalbt und zur Führung des Volkes in Frieden und Gerechtigkeit beauftragt. Trotz vieler Verfehlungen hat Gott seine Verheißung nicht vom Hause Davids genommen.

Alle:
Wir loben Dich, Herr, und danken dir, dass du uns teilgibst am Reichtum deines Volkes Israel.

Einer: Mit Israel preisen wir Gott für seinen Weg mit den Propheten.
Sie erinnerten das Volk an Gottes heilige Weisungen. Sie führten ihm die Folgen seines Tuns vor Augen und riefen es zur Umkehr. Sie trösteten es im Leiden und sagten ihm Gottes Hilfe an.

Alle:
Wir loben Dich, Herr, und danken dir, dass du uns teilgibst am Reichtum deines Volkes Israel.

Einer: Staunend und dankbar blicken wir auf Gottes Weg mit seinem Volk Israel, der ein Weg zum Heil für alle Völker ist. Gott hat alle Völker herzugerufen durch Jesus, den Christus aus dem Hause Davids. Ihn, den Gekreuzigten und Auferstandenen, bekennen wir als unseren Herrn. Wir stimmen ein in den Lobpreis des Apostels Paulus:
Welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege!
Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, daß Gott es ihm vergelten müßte?
Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit. Amen. (Römer 11, 33-36)

Alle:
Wir loben Dich, Herr, und danken dir, dass du uns teilgibst am Reichtum deines Volkes Israel.

nach Jutta Zimmermann, Denkendorf
 

Stand 06.06.2005