Kinder-Kreuzweg

 

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Liturgie des Kinderkreuzweg Eningen 2000 (vgl. Kinderkreuzweg mit Farben, 2005)
vor den einzelnen Stationen des Ostergartens, begangen im Anschluss an den Aufbau des Ostergartens.

Station 1:

Der Einzug in Jerusalem
Jesus und seine Jünger gehen zusammen nach Jerusalem. Sie wollen dort das Passa-Fest feiern. Jesus sagt zu zwei Jüngern: Geht in das nächste Dorf. Dort findet ihr einen jungen Esel. Bringt ihn her. Ich brauche ihn. Ihr könnte ihn dann später wieder zurückbringen.
Die beiden Jünger holen den Esel. Sie legen ihre Mäntel auf seinen Rücken. Dann steigt Jesus auf den Esel und reitet auf ihm nach Jerusalem. Die Leute sehen Jesus kommen. Sie breiten ihre Mäntel vor ihm auf der Erde aus. Sie brechen Zweige von den Bäumen und legen sie auf den Weg.
Die Menschen jubeln und rufen Jesus zu: "Hosianna! Wir grüßen unseren König. Gott hat ihn geschickt! Gepriesen sei Gott in der Höhe!"
Sie freuen sich und denken: "Jetzt trifft ein, was Gott gesagt hat: 'Dein König kommt zu dir, Jerusalem. Er bringt den Frieden. Er reitet auf einem Esel.' 

Wir beten: Lieber Gott, Wir danken dir, dass wir den Ostergarten wieder aufbauen konnten. Wir danken dir, dass so viele Kinder gekommen sind.
Wir wollen dich auch loben wie die Menschen damals. Du bist auch unser König und Herr. Komm auch zu uns. Gepriesen sei Gott in der Höhe.  Amen.

Wir singen: 

Station 2:

Das letzte Abendmahl
Das Passa-Fest beginnt. An diesem Abend essen die Juden in ihren Häusern ein Passa-Lamm. Auch Jesus feiert das Passa-Fest mit seinen Jüngern: Am Abend essen sie zusammen.
Jesus nimmt das Brot. Er dankt Gott dafür. Er bricht es in Stücke und gibt jedem etwas davon. Dazu sagt er: "Nehmt und esst! Das Brot bin ich. Ich gebe mich für euch alle."
Dann nimmt Jesus den Becher mit Wein. Er dankt Gott dafür. Er gibt ihn den Jüngern und sagt: "Trinkt alle daraus! Der Wein ist mein Leben. Ich verschenke es für euch alle. So zeigt Gott euch seine Liebe." Zum Schluss der Feier singen alle das Danklied.

Wir beten: Guter Gott. Ich freue mich, wenn wir alle gemeinsam bei Essen um den Tisch sitzen. Danke für Essen und Trinken. Danke für die Gemeinschaft.
Manchmal gibt es auch Streit. Hilf uns, dass wir uns wieder vertragen. Schenke uns deine Gegenwart. Amen.

Wir singen:

Station 3:

Die Verurteilung
Nach dem Passa-Mahl ist Jesus mit seinen Jüngern in den Garten Gethsemane gegangen. Dort wird er von Soldaten und der Tempelpolizei gefangengenommen.
Sie bringen ihn in das Haus des Obersten Priesters.
In seinem Haus sind alle wichtigen Männer aus dem Volk zusammengekommen. Sie wollen Jesus verurteilen. Der Oberste Priester fragt Jesus: "Bist du der König, den Gott uns schickt? Bist du der Sohn Gottes?" Jesus antwortet: "Ja, ich bin es!" Zornig ruft der Oberste Priester: "Habt ihr das gehört? Er macht sich selbst zum Sohn Gottes. Er beleidigt Gott. Dafür muss er sterben."
Sie bringen Jesus zum römischen Statthalter. Der Statthalter heißt Pilatus. Nur Pilatus darf jemand zum Tod verurteilen. Pilatus fragt Jesus: "Bist du der König der Juden?" Jesus antwortet: "Ja, du sagst es." Pilatus fragt das Volk: "Was soll ich mit diesem König der Juden machen? Soll ich ihn freilassen?" Aber alle rufen: "Ans Kreuz mit ihm, ans Kreuz mit ihm!" Der römische Statthalter verurteilt: "Dann soll er gekreuzigt werden."

Wir beten: Lieber Gott. Es tut mir weh, wenn andere Menschen Böses über mich reden, und es gar nicht stimmt. Es tut mir weh, wenn ich für etwas bestraft werde, was ich gar nicht gemacht habe.
Ich bitte dich um Gerechtigkeit für die Menschen in der Welt. Sei mit allen, die im Gefängnis sind, dass sie wieder ein neues Leben anfangen können. Amen.

Wir singen:

Station 4:

Jesus fällt
Die römischen Soldaten von Pilatus setzen Jesus eine Krone aus Dornen auf. Sie treiben ihren Spott mit ihm und rufen: "Hoch lebe der König der Juden!"
Dann führen sie Jesus aus der Stadt hinaus.
Unterwegs bricht Jesus unter dem Kreuz zusammen. Das Kreuz ist zu schwer.
Eine Frau hat Mitleid und gibt ihm zu trinken.

Wir beten: Guter Gott. Wir bitten für alle Menschen, die es in ihrem Leben schwer haben.
Für die Eltern, die mit ihren Kindern nicht zurecht kommen.
Für die Kinder, die sich missverstanden fühlen.
Für die Hungernden in der Welt, für die die Hilfe so weit weg ist.
Für die Menschen in den Kriegsgebieten, die wenig Hoffnung haben.
Gib ihnen Menschen, die ihnen zur Seite stehen und ihnen helfen. Amen.

Wir singen.

Station 5:

Kreuzigung
Jesus wird von den römischen Soldaten gekreuzigt. Dann würfeln sie um seine Kleider.
Die Leute verspotten Jesus und beschimpfen ihn. Plötzlich wird es am hellen Tag finster. Jesus schreit laut auf und stirbt.
Da sagt einer von den Soldaten, ein römischer Hauptmann: "Dieser Mensch war wirklich Gottes Sohn."
Josef von Arimatäa ist ein Freund von Jesus. Er geht zu Pilatus und bittet ich: "Jesus ist tot. Dar ich ihn vom Kreuz nehmen?"
Pilatus erlaubt es ihm. Josef kauft ein Leinentuch. Er nimmt Jesus vom Kreuz und wickelt ihn in das Tuch.

Wir beten: Lieber Gott, wenn ein Mensch gestorben ist, den ich mag, dann bin ich traurig.
Dass Jesus für mich gestorben ist, macht mich auch traurig.
Ich danke dir aber, dass du durch IHN den Himmel aufgeschlossen hast.
Ich danke dir, dass all meine Schuld vergeben ist. Amen.

Wir singen

Station 6:

Auferstehung
Josef von Arimatäa legt Jesus in ein Grab. Es ist in Felsen gehauen. Josef rollt einen Stein vor das Grab.
Zwei Tage später, am Ostersonntag, gehen die Frauen zum Grab.
Da sehen sie: Der Stein ist weggerollt. Das Grab ist offen.
Sie gehen in das Grab hinein. Jesus ist nicht mehr da. Die Frauen fragen sich: "Wo ist Jesus?"
Plötzlich sind da zwei Engel. Sie sagen zu den Frauen: "Ihr sucht Jesus? Hier könnt ihr ihn nicht finden. Er ist nicht mehr tot, er lebt! Gott hat ihn vom Tod auferweckt!"

Wir beten: Lieber Gott, Jesus ist nicht im Tod geblieben. Er ist auferstanden. Du machst unser Leben neu. Du willst uns auch im Himmel bei dir haben.
Wir danken dir, dass auch in der Natur alles wieder neu wird. Wir freuen uns über die Blumen und Blüten.
Auch wir Menschen dürfen bei dir immer wieder neu anfangen, wenn wir etwas falsch gemacht haben. Dafür sagen wir: Danke, lieber Gott. 

Wir singen:

Texte teilweise aus "Komm, freu dich mit mir", Deutsche Bibelgesellschaft

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Stand 22.07.2005

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