Gemeindebrief 1-2004

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Ostern heißt: Grenzen überschreiten und aufbrechen ins Leben.
Immer wieder muss man im Leben aufbrechen und Grenzen überschreiten: Als Kleinkind lernt man zuerst krabbeln und dann laufen.
Als Kind lernt man Rad fahren und mit Freunden und Freundinnen zu spielen und zu toben. Als Jugendlicher stößt man vielleicht am ehesten an Grenzen, wenn es darum geht, eigene Möglichkeiten auszuloten und auf eigenen Füßen zu stehen. Das ist oft ein schmerzlicher Prozess für Jugendliche wie auch für Eltern. Als junge Erwachsene sollte man heute flexibel sein im Blick auf Berufswahl und Wohnort. Als Eltern muss man lernen, die Kinder wieder loszulassen. Ältere Menschen spüren, dass sie die Kräfte einteilen müssen.

In allen Lebensphasen stehen wir Menschen immer wieder vor Grenzen, die wir überschreiten müssen. Oft werden wir dabei auch schmerzhafte Wege geführt, gilt es doch immer auch Abschied zu nehmen, sei es von Menschen oder einer bestimmten Lebensphase. Den nächsten Schritt zu wagen ins Neue, ins Unbekannte, kann dabei sehr schwer fallen. Wird es gelingen, loszulassen? Was wird einen erwarten? Kann ich mich zurecht finden in der neuen Situation?

Besonders schmerzhaft ist es, wenn die Grenze unüberbrückbar scheint, wenn sie wie ein Ende dasteht. Der Tod ist solch eine Grenze, die wir immer wieder schmerzlich erfahren. Er steht da wie das Aus, an dem alle Beziehungen abbrechen. „Tot – das heißt: Ich bin am Ende." – „Auferstanden – das heißt: Ich habe etwas vor mir.", schreibt Peter Klever. Es ist das Wunder von Ostern, dass Jesus Christus die Grenze des Todes überschritten hat ins Leben. Menschen wie die Jünger oder die Frauen um Jesus haben die Erfahrung gemacht, dass er lebt und dass auch sie leben und neue Hoffnung bekommen. Noch immer ist diese Hoffnung für uns heute begleitet von der Erfahrung des Todes. Und doch scheint sie auch schon heute hinein in unsere Lebenswelt. Sie wird sichtbar, wo wir unsere persönlichen Ostererfahrungen „im Kleinen" machen können, sei es, dass einem Menschen begegnen und beistehen, damit schwere Aufgaben bewältigt werden können. Oder, dass Menschen zueinander kommen und sich versöhnen, die zuvor getrennte Wege gegangen sind.

Jedesmal, wenn wir Menschen solche Grenzen im Leben überschreiten und den Schritt ins Neue wagen, wird das, was Ostern heißt, bei uns spürbar: Aufbrechen ins Leben.„Vertraut den neuen Wegen" – denn einer ist schon vorausgegangen, sogar durch den Tod ins Leben. Frohe Ostern!                Pfarrer Stephan Glaser

Ob alt oder jung, dünn oder fett - Jeder kommt heute ins Internet.
Willst eine Info schnell du haben / Zu Menschen, Waren, Sängerknaben
Zu Autos, Kirchen – schnell mal schaun, nur wenige Klicks in die Tasten haun.
Schon strahlt heraus ein fröhlich Bild, jetzt weißt du was in Lande gilt. (Günther Kempka)

Die Adresse des evangelischen Kirchenbezirks Reutlingen lautet: http://kirche-reutlingen.de/
Für die evangelische Kirchengemeinde gestaltet Pfarrer Kempka eine Homepage (aber nicht nur für die Kirchengemeinde) unter
http://www.kirche-eningen.de/.
Wenn man die Übersicht anwählt, bekommt man einen Einblick in das Leben der Kirchengemeinde.

Kirchentag in Ulm Wir blicken zurück auf einen sehr erfolgreichen und gelungenen ersten Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin. Über 190.000 Dauerteilnehmer waren dabei, davon 13.000 aus Württemberg. Schon laufen die Planungen für den nächsten evangelischen Kirchentag , der vom 25. bis 29. Mai 2005 in Hannover stattfinden soll.
Doch zuvor lädt der Deutsche Katholikentag vom 16. bis 20. Juni 2004 zu einem Treffen nach Ulm ein. Das Leitwort heißt: „Leben aus Gottes Kraft". Vielleicht gibt es auch aus unserer Gemeinde Interessierte, die an diesem Treffen teilnehmen möchten. Weitere Infos: im Internet unter
www.katholikentag.de und in den Veröffentlichungen der katholischen Kirchengemeinde

Der Neue ist der Alte.

Wir sind froh darüber, dass Dr. Joachim Trauter wieder die Leitung des evangelischen Kirchenchors übernommen hat.  In unserer Gemeinde ist Dr. Trauter kein Unbekannter. 25 Jahre lang hat er den Kirchenchor schon geführt, bis er das Amt 1991 aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen aufgeben musste. Dann gab es für den Chor Jahre häufigen Wechsels und relativ kurz tätiger Chorleiterinnen, bis mit der Einstellung von Alfred Schenk eine gewisse Kontinuität eintrat. Im Herbst 2003 musste auch dieser uns verlassen, weil sich ihm die Chance einer Festanstellung als Musiklehrer bot. Wie selbstverständlich sprang Joachim Trauter, inzwischen im Ruhestand, als Vertretung ein. Nicht eine Chorprobe musste ausfallen, und der Weihnachtsgottesdienst im Johanneshaus wird noch manchem Hörer in guter Erinnerung sein. Natürlich musste die Stelle des Chorleiters wieder ausgeschrieben werden. Aber im Gegensatz zu früheren Gelegenheiten fand sich kein ernsthafter Bewerber. So brauchte es für Herrn Trauter keine lange Überlegung, das Amt wieder ganz zu übernehmen.
Sein Werdegang zum Amt ist rasch zu schildern: Der 16jährige Geiger im Schulorchester der Musikschule im heimatlichen Giengen wurde ganz unerwartet zur Führung des Orchesters verdonnert. Sein Lehrer hatte wohl die natürliche Begabung zum Dirigenten früher erkannt als er selbst. Später als Student hat Trauter bei einer Freizeit in einem Kibbuz in Israel einen Chor unter den Freizeitteilnehmern gegründet und geleitet. Spätestens dort wurde ihm klar, dass darin seine besondere Neigung und Stärke liegt. So war es eine natürliche Folge, dass er nach seiner Niederlassung in Eningen sich 1966 um die Leitung des
Kirchenchores bemühte. Mit seiner Begeisterung, eiserner Disziplin und selbständiger Fortbildung hat er es in all den Jahren zu einer Fertigkeit gebracht, die der eines Berufsmusikers in nichts nachsteht. Die Sängerinnen und Sänger danken es ihm mit pünktlichem Erscheinen und diszipliniertem Verhalten in den Proben. Sie fühlen sich nach langem Interregnum unter seiner Führung „wieder zuhause". W. Grützmacher

Die Gemeindehäuser kann man mieten!

Wie Sie vielleicht wissen, kann man den Saal im Andreas-Gemeindehaus und auch den im Johanneshaus (außer Samstag) für private Feiern mieten. Familien, die schon einmal in den Räumen waren, kommen gern wieder. Allerdings gibt es einige Einschränkungen, weil z.B. das Andreas-Gemeindehaus bewohnt ist und auf die Belange der Bewohner und Nachbarn Rücksicht genommen werden muss.

· So muss der Geräuschpegel der Feier ab 22 Uhr auf Zimmerlautstärke zurück gehen und das Fest um 24 Uhr beendet werden.
· Das Rauchen ist in unseren Gebäuden nicht gestattet. Raucher müssen vor die Tür gehen.
· Tanzen ist im Großen Saal des Andreas-Gemeindehauses nicht möglich (Parkettfußboden), jedoch im Foyer auf dem Steinfußboden.
· Der Charakter der Feier muss sich mit der sonstigen kirchlichen Nutzung vertragen.
· Es dürfen auch nur die gemieteten Räume benützt werden. Die anderen Räume sind tabu, weil die berechneten Reinigungskosten nur für die gemieteten Räume ausreichen.
· Die Küche ist relativ klein, so dass sie zum Essenkochen kaum geeignet ist.

Daraus ergibt sich, dass die Räume nicht geeignet sind für Fasching, Hochzeitsfeiern, Halloween, Silvesterfeten und Feiern in den Geburtstag hinein (nach 24 Uhr) .
Gut geeignet sind sie für Konfirmationen und Weiße Sonntage, Goldene Hochzeiten, Vorträge und Konzerte und andere Veranstaltungen, die vor Mitternacht zu Ende sind.
Wenn Sie einen Raum mieten möchten, können Sie im Pfarrbüro nachfragen, ob Ihr Wunschtermin frei ist – Tel. 8 11 83. Regina Jantz, Pfarramtssekretärin

Rampe für Behinderte am Johannes- Haus

Auf vielfachen Wunsch hin hat sich der Kirchengemeinderat nun entschlossen, am Johanneshaus einen behindertenfreundlichen Zugang einbauen zu lassen. Die Treppen sind für viele ein schweres Hindernis. Deswegen soll neben dem Blumenbeet eine lange Rampe mit Geländer errichtet werden, die dann auf einem bisheriges Blumenbeet auf die Plattform führt. Allerdings ist der Umbau nicht billig. Er kostet rund 10.000 Euro. Für eine Unterstützung des Projektes wären wir dankbar.

Auch an der Andreaskirche soll es noch einmal ein Stück weitergehen. Die Gemeinde Eningen hat versprochen, in diesem Jahr den Kirchenvorplatz zu richten. Deswegen wollen wir den unteren Eingangsbereich der Andreaskirche mit den schwarzen Asphaltfliesen herausnehmen und die gleichen hellen und freundlichen Fliesen wie im Kirchenschiff hineinlegen lassen. Deswegen wird der Hauptzugang zur Andreaskirche nach den Konfirmationen für einige Wochen gesperrt.
Pfarrer Günther Kempka

Posaunenchor völlig weg...

...nämlich in Deggingen / Nordalb verbrachte die 20-köpfige Truppe Anfang Februar ein Wochenende in einem Feriendorf. Einsam auf einer Hochplattform mitten im Wald gelegen, die ganze Anlage tief verschneit, war dies ein guter Ort, um Musik zu machen und gemeinsam eine schöne Zeit zu erleben.

Derweil „die Großen" im Saal sowohl für den Gottesdienst am Sonntag als auch für andere anstehende Termine, wie z.B. das gemeinsame Chorprojekt Pfullingen – Eningen im Mai, übten, hatten die vier mitgereisten Jungbläser ihr eigenes Programm. So probten sie für ihre Premiere am Sonntag, spielten Fetziges wie den Panther-Tango, hatten Instrumentenkunde und putzten ihre Trompeten und Posaunen in- und auswendig auf Hochglanz.
Natürlich kam die Frischluftzufuhr auch nicht zu kurz: während die einen ausgiebige Schneewanderungen machten, oder ihre Langlaufski anschnallten, bauten die anderen große Schneeburgen samt einer adretten Schneefrau.
Ein ausgelassener Spielabend diente dem zwanglosen Kennenlernen von „Alt"- und Jungbläsern, der zweite Abend dem Karten-, Kegel- und Billardspiel und dem gemütlichen Sitzen am offenen Kaminfeuer.
Am Sonntagmorgen beteiligte sich der Posaunenchor mit einem umfangreichen musikalischen Programm am Gottesdienst in einer benachbarten, posaunenchorfreien Gemeinde. Hier hatten auch die Jungbläser mit „Großer Gott, wir loben dich" ihren ersten öffentlichen Auftritt, den sie mit Bravour bestanden. Nach dem Platzblasen im eisigen Wind ging´s zum Abschluss des schönen Wochenendes ins Gasthaus zum lecker Mittagessen.    Gabi Rall

Kirchenmusik 2004 in Eningen

Die bisher angebotenen Konzerte in der Andreaskirche waren gut besucht und sind gut angekommen: so das Ensemble „Russische Seele" aus St. Petersburg und das Tübinger Blechbläserquartett „Schwermetall", das auf tiefen Instrumenten Musik aus 5 Jahrhunderten vorstellte. Für 2004 sind (außer der Mitgestaltung der Chöre bei Festen und Gottesdiensten) weiter geplant:

So. 9. Mai:     Ökumenisches Chorkonzert in Pfullingen, Martinskirche, mit Teilnahme des Eninger Kirchen- und Posaunenchores
So. 13. Juni:  Matinee mit Frieder Christe, 11.15 Uhr , Andreas- Gemeindehaus, gleichzeitig Kirchcafé und Weltladen
Sa. 19. Juni:  Kirchenkonzert des Gesangvereins Eningen, Andreaskirche
So 25. Juli:    Abschlusskonzert der Musikschule Eningen, Andr.Kirche
Sa. 18. Sept.: Klavierkonzert mit Frieder Christe, Andreas-Gemeindehaus
Sa. 23. Okt.:   Sefardische Musik , Andreaskirche

FAT

„Soll ich den Abendtreff unter „Kreise und Gruppen" eintragen? Mit dieser Frage von Frau Jantz (Sekretärin im Gemeindebüro) auf meinem Anrufbeantworter ist genau dessen Eigenart angefragt. Der Familien- und Abendtreff (FAT) besteht aus einem Team von Vordenkern und Planern, die Gemeinschaftsveranstaltungen für andere organisieren und durchführen. Weil das so ist, sieht der Kreis der Teilnehmer bei jeder Veranstaltung anders aus. Herauskristallisiert haben sich in den letzten Jahren folgende Veranstaltungen:
die mittlerweile schon sehr traditionsreiche „Frühlingswanderung". Sie bildet einen Geheimtipp für alle Liebhaber/innen der näheren Umgebung. In diesem Jahr findet sie am 25. April statt.
Eine Kulturveranstaltung (Theater, Konzert, Kunstausstellung). Dieses Angebot wird nicht selten auch von Nicht-Eningern wahrgenommen. So waren wir in den letzten Jahren in vielen der wichtigen Ausstellungen von Stuttgart bis Tübingen.
Die Stadtbesichtigung. Jahr für Jahr wird eine näher oder ferner gelegene Stadt zum Ziel erkoren. Abgesehen von der Tatsache, hinterher eine Stadt mit ihren Gebäuden und ihrer Geschichte besser zu kennen – die Qualität der Führungen ist fast überall überraschend hoch – ist es im Anschluß beim Einkehren schön gemütlich. Bisher waren wir in Pfullingen, Reutlingen, Bad Urach, Tübingen, Rottenburg, Stiftskirche Stuttgart, Kirchheim...
In diesem Jahr: 9. oder 10. Juli.

Bleibt nur noch die einzige Veranstaltung im Winterhalbjahr: Ein Vortragsabend mit einem/einer interessanten Referent/in aus dem Bereich des „Konziliaren Prozesses" – Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung. Da hatten wir Abende über Medizin, Oikokredit, das Sozialpapier der Kirchen, Strafvollzug, Christen und Intifada. Der nächste Abend ist am Freitag, 26. 3. 2004 und thematisiert erneuerbare Energie.
Selbstverständlich, daß jede(r) zu jeder Veranstaltung willkommen ist.    Pfarrer Jörg Rapp

Das Eninger Konfirmandenjahr – wie geht’s weiter?

Das Konzept des Eninger Konfirmandenjahres sieht für die Konfirmandinnen und Konfirmanden eine Reihe von Möglichkeiten vor, das Gemeindeleben durch verschiedene Praktika, Projekte und Aktionen in den bestehenden Gruppen und Kreisen besser kennenzulernen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchengemeinde haben sich bereit erklärt, die Jugendlichen dabei zu unterstützen und freuen sich auf die Zu-sammenarbeit.
Um sich einen Bereich (oder mehrere) aussuchen zu können, wird ein kleines Heft erstellt, in dem die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ihren Arbeitsbereich vorstellen und auch den Umfang der gewünschten Mitarbeit beschreiben. Alle Konfirmanden und Konfirmandinnen bekommen dies in die Hand.
Wir sind gespannt, welche Erfahrungen im „Lernort Gemeinde" gemacht werden und welche neuen Anregungen sich daraus ergeben.

Bei der Anmeldung der „Konfirmandinnen und Konfirmanden 2005" am 21. April 2004 um 20 Uhr
im Andreas-Gemeindehaus wird das Konzept nochmals vorgestellt.   Stefan Glaser

Konfirmationen 2005:
Bezirk West: 17. April 2005
Bezirk Süd: 24. April 2005
Bezirk Nord: 1. Mai 2005

Goldene Konfirmation 2005: 13. März 2005

Gemeindefreizeit in Thieringen

Vom Freitagabend, dem 18. Juni bis Sonntagmittag, dem 20. Juni, laden wir zu einer Gemeindefreizeit ein. Jede/r aus der Gemeinde darf sich angesprochen fühlen und fragen, ob er/sie nicht in fröhlicher Gemeinschaft an diesem Ereignis teilnehmen möchte.

In Thieringen bei Balingen gibt es ein Tagungshaus (Haus Bittenhalde), in dem wir bei Vollpension untergebracht sind. Das Programm ist so bunt wie das Leben. Wir stellen die Gemeindefreizeit unter das Motto „Die Wunderwelt des Wassers". Wasser gehört zu unseren Lebensgrundlagen schlechthin. Unser Körper besteht zum größeren Teil aus Wasser. Täglich müssen wir neu „aufgefüllt" werden. Auch im religiösen Bereich spielt das Wasser eine herausragende Rolle. Die Taufe erinnert uns daran, dass „der Mensch nicht allein vom Wasser" lebt. Die Bedeutung des Wassers hat weltweit zugenommen. Brot für die Welt hat deshalb sein Motto erweitert und wirbt für das Menschenrecht Wasser. Die Kosten für das Wochenende werden von der Kirchengemeinde stark subventioniert, damit recht viele daran teilnehmen können. Für Familien mit Kindern gibt es Sonderpreise. Wir haben 40 Plätze vormerken lassen. Prospekte und Anmeldungen liegen in den Kirchen aus.  Günther Kempka

Stand 22.07.2005

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