Gemeindebrief 1-2005

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- Auszüge -

Land in Sicht!

Ostern nimmt seinen Anfang am Grab. Dort, wo die Nacht am tiefsten, wo der Schmerz am größten, wo das Ende am augenscheinlichsten ist, da bricht sich die Hoffnung Bahn. Der Sieg des Lebens über den Tod beginnt an einem ganz konkreten Ort: Dem leeren Grab Jesu in Jerusalem. "Er ist nicht hier, er ist auferstanden!" So lautet die erste Osterpredigt.
Dieser Sieg des Lebens, den wir an Ostern feiern, hat begonnen, aber er ist noch nicht vollendet. - Zu oft stehen wir an einem Grab, das nicht leer ist. Wir nehmen Abschied von einem lieben Menschen und spüren den Tod als schmerzliche Grenze.
Zu oft werden wir niedergeschlagen durch Berichte, Nachrichten und Erfahrungen, in denen die dunklen Seiten unseres Lebens und unserer Welt lebendig sind.
Zu oft müssen wir eigene Hoffnungen begraben, weil die Bedingungen andere sind als die, die wir uns für unser Leben und unsere Vorhaben wünschen.
Unsere Wirklichkeit zeigt Risse, die auf Heilung warten.
Und dennoch, trotz dieser Risse, gibt es Spuren, die vom Sieg des Lebens künden. In einem Lied der Band ‚Ton Steine Scherben‘ wird das Überwinden der Hoffnungslosigkeit besungen.

Land in Sicht /Singt der Wind in mein Herz
Die lange Reise ist vorbei
Morgenlicht /Weckt meine Seele auf
Ich lebe wieder und bin frei
Ich seh /Die Wälder meiner Sehnsucht
Den weiten sonnengelben Strand
Der Himmel /Leuchtet wie Unendlichkeit
Die bösen Träume sind verbannt
Und die Tränen von gestern wird die Sonne trocknen
Die Spuren der Verzweiflung wird der Wind verwehn
Die durstigen Lippen wird der Regen trösten
Und die längst verloren Geglaubten
Werden von den Toten auferstehn.

Frohe Ostern, Ihr Stephan Glaser

Kirche für Eningen - 75 Jahre Andreaskirche

Am 15. / 16. Oktober 2005 feiern wir mit einem ökumenischen Fest und Chorkonzert das 75jährige Bestehen der Andreaskirche Eningen. Schon ab Juli wollen wir mit einzelnen Aktionen und Veranstaltungen der Neugründung der Andreas-kirche gedenken. Allerdings wollen wir auf keinen Fall uns selbst beweihräuchern.
Wir stellen uns die Frage: Was können wir als evangelische Kirchengemeinde für unseren Ort tun?
Deshalb lautet unser Festmotto: "Kirche für Eningen"
Wir freuen uns, dass Vereine und Gruppen das Festjahr mitgestalten.

Abendgebet im Grünen zusammen mit dem Musikverein (und anschließender Einkehr bei den Naturfreunden?) sowie auf der Hohen Warte zusammen mit dem Albverein und dem Eninger Posaunenchor am 9. Oktober um 14 Uhr.

Mit den Landfrauen und dem Albverein planen wir eine Wanderung auf dem Heiligen Weg von Eningen nach Sondelfingen
am 25. September, ab 11 Uhr Kirchenvorplatz.

Zum Heiligen Weg gibt es eine Sonntagsmatinee am 10. Juli.

Wir erinnern an die schwierigen Zeiten des 30jährigen Krieges, wo Pfr. Hegel die beiden Kirchengemeinden Eningen und Sondelfingen betreuen musste. Die Eninger und Sondelfinger Pfarrer tauschen an diesem Tag die Kanzeln. Ein Fachmann aus Sondelfingen, bringt uns in der Matinee (ab 11 Uhr in der Andreaskirche nach dem Gottesdienst) die alten Zeiten nahe.

Vier Ausstellungen sind geplant:

Ab 17. Juli Kinder malen Kirche, Ausstellungseröffnung nach dem Familiengottesdienst
Wir erbitten von den Eninger Schülern ein Bild, das mit Kirche aus der Sicht der Kinder zu tun hat.

Ab 23. September Kirche für Eningen, Ausstellung in der Kreissparkasse Eningen
In Zusammenarbeit mit dem Heimatmuseum werden Bilder und Historisches ausgestellt.

Ab 16. Oktober 75 Jahre kirchliches Leben in der Andreaskirche, in der Andreaskirche

Ab 4. Dezember Künstler sehen Kirche
Wir bitten hiermit unsere Eninger Künstler und Hobbykünstler, ihre Werke, die im weiteren Sinn mit "Kirche" zu tun haben, uns für eine Ausstellung zur Verfügung zu stellen. In erster Linie haben wir an Bilder gedacht, die bis nach Weihnachten in der Andreaskirche ausgestellt werden können. Fassen Sie Mut! Bitte nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit Pfr. Kempka auf.

Ein ausführliches Programm erhalten Sie mit der Festschrift, die vor den großen Ferien herausgegeben wird.

Günther Kempka

Wer denkt noch an die eigene Konfirmation?

75 Jahre Andreaskirche - 75 Jahrgänge wurden hier konfirmiert. Viele von uns verbinden Erinnerungen an "den großen Tag", der so schnell vorbei war, Erinnerungen an die Erwartung; den Konfirmandenunterricht; Erlebnisse mit dem Pfarrer; mit den "Leidensgenossen"; die neue Kleidung, das Fest, den Konfirmationsgottesdienst,... Was ist geblieben? Das Bild bei den Eltern an der Wand oder verstaubt in einem stillen Winkel?

Auf dieser Doppelseite sehen wir Aufnahmen des ersten Konfirmandenjahrganges der Andreaskirche, 1930, der diesjährigen "Goldenen Konfirmanden" von 1955 und der Konfirmation von 1980, die sich zum 25. Male jährt. Auch für diejenigen, die sich nicht auf diesen Bildern wiederfinden, könnten sie Anlass für einen Rückblick sein. Anlass zur Frage: "Was bedeutete die Konfirmation für mich? Damals – Heute?" In diesem Gemeindebrief werden unsere Konfirmanden
von 2005 vorgestellt mit: "Jesus Christus spricht: Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre." –
Passt dieser Satz nicht auch auf diese Seite? Claudia Peter

30 Jahre Johanneshaus

"Der Schwabe wird mit 40 g‘scheit." So sagen es die Schwabenleut!
Doch wie ist das mit einem Haus? Reichen da auch "30" aus?
Es ist zwar keine große Zahl, zum Feiern reicht es allemal.
Denn vielen liegt am Herz das Haus, die darin gehen ein und aus
an Werk- und auch an Sonnentagen seit Eltern- oder Kindertagen.
Man trifft sich dort zur Bibelstunde, da geht es dann um Glaubenskunde,
oder in Gruppen und auch Kreisen zu Themen, Schwätzen, Trinken, Speisen,
man hat gehört so manche Predigt und drin den Kirchgang gleich erledigt.
Kurzum, es ist ein guter Ort für Feiern und das geistlich Wort.

Am 12. Juni 2005 feiern wir "30 Jahre Johanneshaus":

bullet10.00 Uhr Gottesdienst für die ganze Gemeinde, mit Kirchenchor

14.30 Uhr Kaffee und Kuchen mit Musik

19.30 Uhr Vortrag des ehemaligen "Fernsehpfarrers" Pfr. Johannes Kuhn:
Der Glaube prägt das Leben – immer?"

Tora-Lernwoche

Vom 3. bis 7. Juli 2005 findet im Andreas-Gemeindehaus wieder eine Lernwoche mit einem jüdischen Bibellehrer aus Israel statt. Die Themen stehen auf den ersten Seiten der Bibel:

1. Kain und Abel
2. Das Lied des Lamech
3. Die Sintflutgeschichte
4. Der Bund mit Noah und die 7 noachidischen Gebote
5. Der Turmbau zu Babel
Der Kurs kostet 35 Euro pro Person.

Fahrendes Blech

Weil es letztes Jahr so schön war, beschloß der Posaunenchor, auch in diesem Jahr wieder ein gemeinsames Probenwochenende zu verbringen.
Also rollte am letzten Freitag des Januar eine Blechkolonne (sowohl außen als auch innen) in Richtung tief verschneiten Schwarzwald. Ziel der Reise war ein Feriendorf in Schramberg-Sulgen, wo drei Häuschen für die bunte Bläser/innenschar reserviert waren.
Der erste Abend war dem olympischen Gedanken gewidmet – in drei Gruppen eingeteilt, galt es manch absonderliche Disziplin mit vereinten Kräften zu bewältigen. Nach einem wirklich ausgedehnten, gemütlichen Frühstück stand der Samstag ganz im Zeichen der Musik. In einer ersten Probeneinheit musizierten die ebenfalls mitgereisten Jungbläser gemeinsam mit dem Chor um danach in ihrem Häusle separat weiterzuproben, Musiktheorie zu machen und die Instrumente mit reichlich Wasser und Putzgeräteeinsatz inwendig wieder zum Strahlen zu bringen.
Derweil befasste sich der Chor mit dem neu erschienenen Notenmaterial "Bläsermusik 2005" woraus im Laufe des Jahres sicher das eine oder andere den Weg in die Ohren der Gemeinde finden wird.
Am Nachmittag stand Organisatorisches auf dem Programm. So konnte durch die Bereitschaft einiger Chormitglieder zur Übernahme von Aufgaben die laufende Arbeit auf mehrere Schultern verteilt werden. So gibt es nun jeweils Zuständige für die Kasse, die Noten, für Jubiläen und interne Termine, die Freizeitgestaltung und für die Bezirksarbeit.
Der Abend im urgemütlichen Jägerstüble des Feriendorfes wurde mit Spielen wie Binokel, Uno extrem oder Robo Rallye bis tief in die Nacht verbracht. Dementsprechend zerknittert war auch so manches Gesicht am opulenten sonntäglichen Frühstücksbuffet. Aber dennoch gab es noch eine konzentrierte Probeneinheit, bevor nach dem Mittagessen die Blechkolonne wieder gen Eningen aufbrach.
Gabi Rall

Männer, Männer, Männer ...im Gespräch

Was steckt dahinter, wenn wir in unserer Gesellschaft Entwicklungen sehen und erleben, werten: be- und entwerten, wenn Handel und Wandel letztlich in Selbstrechtfertigung endet?
Woher bin ich - und was - wohin bin ich unterwegs?
Wohin geht eine Gesellschaft, die sich nur noch auf sich selbst bezieht? Da ist die wilde Jagd nach dem verlorenen Sinn, die Bücherregale voll: wie kann ich besser leben: Gesundheit!
Wo kann ich finden, was mir fehlt? – Psycho, Drogen, Ego, Bio, Fitness, Wellness, Diät, Geheimnis der Glückswelle, Erotikmessen, Weihnachten: Lichterfest, Kreuze aus den Schulen.

Von einem Angebot erwarten wir offenbar kaum noch etwas, von jenem Modell, das Europa einmal so erfolgreich machte: dem Christentum, die Rezeptur es Abendlandes. Wir Männer suchen weiter nach Antworten !! Es geht weiter am Montag, 21. März, um 19.30 Uhr im Clubraum der Andreaskirche. Hanspeter Feldsieper

Aufbau des Ostergartens
Der Ostergarten rund um die Andreaskirche wird am Mittwoch, dem 23. März 2005 aufgebaut.
Um 14 Uhr treffen wir uns und beginnen mit einer kurzen Andacht.
Es werden viele Hände gebraucht: für die biblischen Szenen, für die Gestaltung der Figuren, für die Betreuung der Kinder.
Helfen Sie mit!! Kontakt Pfr. Kempka

Den Ostersonntag beginnen wir mit einer Ostermorgenfeier
auf dem Friedhof, den unser Posaunenchor mitgestaltet. Beginn 7:30 Uhr. Es ist mittlerweile schon gute Tradition in Eningen, den Ostersonntag mit einem gemeinsamen
Osterfrühstück um 8:30 Uhr zu beginnen. In den letzten Jahren kamen rund 30-40 Erwachsene und Kinder zusammen, um schon vor dem Gottesdienst bei einem ausgiebigen Frühstück die österliche Gemeinschaft genießen zu können. Wer Lust hat, sich auch in diesem Jahr an eine gedeckte Frühstückstafel zu setzen, sollte sich bis Donnerstag, den 24.3., im Pfarrbüro, Tel 81183, anmelden.
Familie Friemelt-Moll

Zehn Jahre Weltladen in Eningen

10 Jahre lang hat Sieglinde Ratzlaff die Eine-Welt-Arbeit in Eningen organisiert und vorangebracht – Ende 2004 hat sie sich von dieser Aufgabe zurückgezogen. Wir danken Frau Ratzlaff ganz besonders für Ihren intensiven Einsatz in diesem wichtigen Bereich. So stand sie nicht nur viele Sonntage beim Verkauf in der Kirche, sondern hatte auch einen Stand auf den Eninger Weihnachtsmärkten und fuhr für die Einkäufe bis zur "gepa" nach Leonberg.

Mittlerweile hat sich ein Team zusammengefunden, das den Verkauf der Eine-Welt-Waren weiterführen wird. Der Neustart steht an für Ostersonntag, den 27. März 2005, nach dem Gottesdienst in der Andreaskirche. Ab April sollen dann wieder im Allgemeinen am ersten Sonntag im Monat im Johanneshaus und am dritten Sonntag im Monat in der Andreaskirche jeweils nach dem Gottesdienst die Eine-Welt-Waren zu erwerben sein. (Die genauen Termine werden in den wöchentlichen kirchlichen Nachrichten bekanntgegeben.) Im Unterschied zur bisherigen Praxis von Frau Ratzlaff wird das neue Team die Waren nicht mehr direkt von der gepa in Leonberg beziehen, sondern über den (Eine-)Welt-Laden in Reutlingen. Dies hat zum einen organisatorische Gründe (deutlich geringerer Zeitaufwand und Wegfall der Bindung an große Mengeneinheiten). Zum anderen wird hiermit der Laden in Reutlingen unterstützt, der durch seine neue Lage neben der Marienkirche eine wesentlich breitere Kundschaft erreicht.

Der Nachteil liegt in der geringen Handelsspanne, wodurch die zuletzt von Frau Ratzlaff erzielten Überschüsse nicht mehr erreicht werden können. Dieser Nachteil relativiert sich aber wieder dadurch, dass die Überschüsse des Weltladens in Reutlingen genauso in ein Entwicklungsprojekt fließen. Zum Schluß noch eine große Bitte: wir suchen noch insbesondere für das Johanneshaus Helfer/innen, die gelegentlich einen Verkauf übernehmen würden. Wer dazu Lust hat, melde sich bei Familie Friemelt-Moll (Tel. 88 00 19) oder bei Frau Boldt (Tel. 89 72 31).
B. Friemelt-Moll

Stand 22.07.2005

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