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Ein ehrenwerter jüdischer Familienvater vermisste nach einer Familienfeier in seinem Haus einen wertvollen Schirm, den er von seinem Vater geerbt hatte. Der Mann vermutete den Dieb in seinem familiären Umfeld. Was tun? Er fragte seinen Rabbi, einen weisen Mann. Der riet: "Du lädst deine Mischpoche (Familie) noch einmal zum Essen ein. Nach der Suppe wirst du die Bibel aufschlagen und die Zehn Gebote vorlesen. Wenn du zu dem Gebot "Du sollst nicht stehlen" kommst, achte auf das Mienenspiel deiner Gäste. Der Täter wird sich bestimmt verraten!"
  Tage später trifft der Rabbi den strahlenden Familienvater wieder, der ihm auf der Straße das wiedererlangt Erbstück präsentierte. "Ich habe es genau so gemacht, wie du mir geraten hast. Und als ich beim Vorlesen auf das Gebot stieß, 'Du sollst nicht ehebrechen', da fiel mir plötzlich  ein, wo ich meinen Schirm stehen gelassen hatte."


Verständigungsprobleme
Ein jüdischer Tourist aus Israel reist nach England. Am Londoner Flughafen Heathrow befragt der Passkontrolleur den Einreisenden.
"Your name?"
"Cohen... Chaim Cohen."
"Age?"
"Forty two."
"Place of birth?"
"Bukarest."
"Occupation?"
"No. Just for visit."
(Aus Jüdische Zeitung)


Es gibt vier verschiedene Reaktionen auf einen jüdischen Witz:
die eines Franzosen, die eines Engländers, die eines Ostfriesen und die eines Juden.
Der Franzose lacht dreimal: einmal, wenn er ihn hört - aus Höflichkeit; das zweite Mal, wenn er ihn kapiert; das dritte Mal, wenn er ihn weitererzählt.
Der Engländer lacht zweimal: einmal wenn er ihn hört - aus Höflichkeit; das zweite Mal, wenn er ihn kapiert, denn weitererzählen kann der Engländer nicht.
Der Ostfriese lacht nur einmal: wenn er ihn hört - aus Höflichkeit; denn kapieren wird er ihn nicht, geschweige denn weitererzählen.
Der Jude lacht überhaupt nicht, denn er kennt ihn schon in einer besseren Version.


Der Oberrabbiner von Jerusalem besucht den Papst. Auf dessen Schreibtisch entdeckt er ein goldenes Telefon. "O", staunt der Rebbe, "haben Sie ein schönes Telefon." "Ja", antwortet der Papst, "das ist meine direkte Verbindung nach oben." "Darf ich mal telefonieren?", fragt der Oberrabbiner und bekommt vom Papst die Erlaubnis. Glückselig telefoniert der Jerusalemer Oberrabbiner eine halbe Stunde lang, wofür der Papst 20.000 $ Telefongebühren verlangt. Ohne mit der Wimper zu zucken, bezahlt der Rabbiner seine Telefonat und lädt das Geistliche Oberhaupt der Katholiken nach Jerusalem ein. Mit Erstaunen entdeckt der Papst bei seinem Gegenbesuch ein goldenes Telefon im Rabbinat, bittet um Erlaubnis, ein Gespräch führen zu dürfen. Nach einer halben Stunde Telefonat fragt er nach dem Preis. "Einen Schekel" (25 Cents), antwortet der Oberrabbiner. "So billig", staunt der Papst. "Bei mir ist das ein Ortsgespräch", antwortet der Oberrabbiner.


"Was ist der Unterschied zwischen einem Israeli aus Deutschland und einem aus Rußland?", fragt jemand in Israel. "Pass auf", sagt sein Freund, "ich zeig's dir. Gehen wir einkaufen." Sie betreten den Laden eines Jecken (so werden die ursprünglich deutschen Juden genannt). Sie verlangen Zündhölzer. Der Freund öffnet die Schachtel: "Nein, ich möchte eine, in der die Streichhölzer anders herum liegen." Der Jecke sucht lange und bekennt dann: "Bedaure, sie liegen alle in der gleichen Richtung".

Nun gehen die beiden zu einem russischen Händler, und wieder beanstanden sie die Lande der Zündhölzer. Der Galizier nimmt die Schachtel, dreht sie unter dem Tisch einfach herum und gibt sie zurück: "Hier, bitte schön. Aber diese Schachtel kostet einen Schekel mehr. Ist eine Sonderanfertigung."

 

 

Herkunft der Witze: Aus der Allgemeine Jüdischen Wochenzeitung
Abraham Hochwald, Und wenn der Rabbi lacht, R. Brockhaus Verlag, 2000

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Stand 04.04.2009

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